Wasser – Eine endliche Ressource

Die Weltbevölkerung wächst stetig und ist bald bei 8 Milliarden Menschen angelangt. Der Planet Erde wird aber nicht größer und auch unsere Ressourcen vermehren sich nicht automatisch mit. Ganz im Gegenteil. Menschen brauchen, verbrauchen und verschwenden alles ihnen unter die Nase kommt. Für manche Ressourcen findet man Alternativen, für andere nicht. Wasser ist die Quelle des Lebens und ohne Wasser kann auch der Mensch nicht überleben. Trotz dieser Tatsache lassen wir unsere Wasserhähne laufen, verschmutzen alle Art von Gewässer und Spülen, Waschen und Baden mit unfassbaren Mengen von Wasser. Wie lange werden wir noch so verschwenderisch sein können, bevor uns der Hahn abgedreht wird und welche Maßnahmen können wir jetzt noch ergreifen, bevor es zu spät ist?

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Ein bisschen Regen reicht da nicht

Unser blaue Planet ist zwei Drittel mit Wasser bedeckt, doch nur 2,5 % davon sind trinkbares Süßwasser. Zwei Drittel davon sind wiederum in Eis, Schnee und Gletschern gebunden. Es bleibt also nicht allzu viel zum übrig, vor allem nicht zur Verschwendung.

Circa 60% unseres Trinkwassers beziehen wir aus dem Grundwasser. Dieses kann zwar nicht einfach so leer werden, da es sich dabei um einen Teil des Wasserkreislaufes handelt, jedoch können lange Trockenperioden für einen niedrigen Grundwasserspiegel sorgen und das kann zu Problemen führen. 1 Das kommt auch daher, dass in manchen Gebieten mehr Wasser vom Grundwasser abgepumpt wird, als durch Niederschlag wieder aufgefüllt werden kann. Und da nicht nur wir Menschen auf Grundwasser angewiesen sind, sondern auch etliche Ökosysteme und die Tier- und Pflanzenwelt, stirbt die Natur um uns herum. Ökosysteme können nämlich nicht in den Konflikt mit uns treten uns mehr Wasser verlangen. Dabei sind Wälder und vor allem gut ausbalancierte Ökosysteme der Grundstein für Leben auf der Erde.

In Deutschland verbrauchen die Menschen pro Kopf mehr als 100 Liter am Tag. Neben dem privaten Verbrauch benötigen Menschen auch das Wasser für die Nahrungsindustrie: Agrarwirtschaft, aber beispielsweise auch Kühlung. Selbst bei eigenen Brunnen im Garten, können die Besitzer:innen bald auf dem Trocken sitzen, denn Brunnen können versiegen. Doch das war lange noch nicht alles: Bei weniger Wasserbeständen ist auch die Konzentration an Schadstoffen höher. Damit ist das Wasser, das in Trockenperioden noch vorhanden ist, nicht besonders gesund. Ein paar Schauen und besonders Starkregen können den Grundwasserspiegel auch nicht einfach so wieder auffüllen, denn beispielsweise bei Starkregen fließt der Niederschlag nicht ins Grundwasser, sondern oberirdisch ab.2

Weltweite Wasserknappheit

Mehr als ein Viertel der auf der Erde lebenden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und zwei Drittel der Menschheit leiden unter saisonalem Wassermangel. Man müsste meinen, dass solche Zahlen die Menschen dazu bringt, weniger Wasser zu verschwenden, jedoch ist das Gegenteil der Fall: Bis 2050 soll der Wasserverbrauch der UN um weitere 20 – 30 % steigen. Das hängt zum einen mit der veränderten Konsumgewohnheit, aber auch mit intensiver landwirtschaftlichen und industriellen Nutzung zusammen.

Weltweit ist der Zugang zu Wasser sehr ungleich verteilt und ärmere Regionen haben meist nur einen begrenzten Möglichkeit an Wasser zu kommen. Das zwingt viele Menschen zur Migration. Nicht nur an Trinkwasser, sondern auch an reinem Wasser zur Landwirtschaft mangelt es. Mit der Nutzung von unreinem Wasser zu Versorgung gehen viele Menschen bereits ein großes Gesundheitsrisiko ein und es werden immer mehr.

Der Klimawandel steht dabei im direkten Bezug zur weltweiten Wasserknappheit. Denn ein weiterer Grund für die Knappheit sind Extremwetterereignisse wie Dürre oder Starkregen und diese sind die Folgen des Klimawandels. 90 % der Naturkatastrophe haben einen Bezug zu Wasser. Da kommt man um einen Zusammenhang zwischen Wasserknappheit und Klimawandel nicht vorbei. 3

Was kann ich tun?

Regenwasser ist zwar keine direkte Trinkwasserquelle, ist aber absolut ausreichend für die Toilettenspülung oder zum Blumengießen. An dieser Stelle sollte man kein kostbares Trinkwasser verwenden. Auch einige Lebensmittel verbrauchen unfassbar viel Wasser in eh schon Wasserarmen Regionen. So haben Reis und (sorry) auch Avocados einen besonders großen Wasserfußabdruck und nicht zu vergessen sind natürlich auch die langen, CO2-belasteten Transportwege. Eine vegetarische oder vegane Ernährung macht auch einen sehr großen Unterschied bei dem privaten Wasserverbrauch, denn ein Kilo Rindfleisch allein verbraucht 15 000 Liter Wasser. Weniger Fleisch zu essen verursacht nämlich nicht nur weniger Tierleid, sondern ist ach ein großer Faktor in Sachen Umwelt, Klimawandel und Welthunger. Das gleiche gilt für Klamotten: In der Fast Fashion Industrie wird neben vielen anderen Ressourcen auch unfassbar viel Wasser verwendet. Der Umstieg auf gebrauchte, Second-Hand Klamotten kann also auch den Wasserfußabdruck enorm reduzieren. 4

Auch in einigen Beauty-Produkten ist viel Wasser enthalten. Dazu gehört vor allem Shampoo, Zahnpasta und Duschgels. Inzwischen gibt es dafür schon sehr viele Alternativen, die weniger Wasser verbrauchen: Festes Shampoo und Zahnpastatabletten. Damit das auch einen größeren Effekt hat, ist es natürlich sinnvoll nicht viel Wasser beim Zähneputzen und Duschen zu verwenden. Auch regelmäßiges Baden sollte eher vermieden werden, da eine Badewanne immerhin um die 150 Liter Wasser passt und das ist schon wesentlich mehr als der durchschnittliche pro Kopf Verbrauch am Tag.

Insgesamt gibt es also einige Faktoren, die zur Wasserknappheit führen und auch wenn der private Verbrauch nicht den größten Anteil ausmacht, kann es trotzdem einen Unterschied machen. Gerade in privilegierten Ländern ist es wichtig, dass den Menschen bewusst wird, das Wasser eine kostbare und nicht selbstverständliche Ressource ist, die wir zum Leben und Überleben benötigen. Dreht den Wasserhahn mal öfter ab und fangt an Regenwasser zu sammeln!

Quellen

  1. Trinkwasser Ursprung
  2. Grundwasserspiegel
  3. Wasserknappheit
  4. Maßnahmen

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